Auf Anfrage durch die Fachkonferenz Biologie – vertreten durch Frau Gottfriedsen – erklärte sich Herr Dr. medic (RO) Stephan Kothöfer (Frauenarztpraxis am Königsberg, Uelzen) dazu bereit, in Form eines Informationsabends an der Gervasius-Realschule Ebstorf allen interessierten Eltern, Schülerinnen und Kolleginnen eine neue Art der Krebsvorsorge vorzustellen. Der Vortrag mit dem Titel ‚Gebärmutterhalskrebs – vorbeugen ist besser!’ fand am Donnerstag, 05.07.2007 um 19.30 Uhr statt und stieß – trotz der Veranstaltungen im Rahmen des Ebstorfer Schützenfestes - auf rege Teilnahme.
Jährlich erkranken in Deutschland circa 6000 Patientinnen an Gebärmutterhalskrebs, bei etwa 2000 Patientinnen wird ein tödlicher Ausgang registriert. Der Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste Erkrankung. HBV-Viren sind maßgeblich an dieser Erkrankung beteiligt. Die Viren werden in Hochrisikotypen und Niedrigrisikotypen eingeteilt. Es gibt circa 100 Typen. Die Hochrisikotypen, besonders 16 und 18, können diese Krebsart in 75-80% aller Fälle auslösen. Die Niedrigrisikotypen 6 und 11 lösen in 90% aller Fälle Feigwarzen am äußeren Genitalbereich aus. Seit Januar 2007 gibt es einen Vierfach-Impfstoff dagegen (16, 18, 6 und 11). Die ständige Impfkommission empfiehlt diese Impfung bei jungen Mädchen zwischen 12 und 17. Ratsam wäre auch eine Impfung für die reiferen Frauen. Zurzeit übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Gruppe der 12-17jährigen. Insgesamt werden 3 Impfungen durchgeführt. Dadurch erhält man eine Grundimmunisierung, die zu gegebenem Zeitpunkt aufgefrischt werden muss.
Der Vortrag erfreute sich großer Resonanz bei den Ebstorfer Teilnehmerinnen, deren interessierte Fragen Herr Dr. Kothöfer sehr anschaulich zu beantworten wusste. Er wies die Kolleginnen in diesem Zusammenhang auf ein Projekt in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen zum Thema Sexualkunde hin. Ein sicherlich lohnenswertes Unterfangen, das auch fächerübergreifend ausgerichtet werden könnte.
Gabriela Meiners