![]() |
Die Klasse 10b liest im Unterricht das Buch "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch.In dem von Max Frisch geschriebenen Theaterstück "Biedermann und die Brandstifter" geht es um Biedermann, welcher Hausierer in sein Haus lässt, obwohl überall in der Stadt Brandstifter ihr Unwesen treiben. Im Laufe des Buches "übernehmen" die Hausierer die Macht, Biedermann wird mehr und mehr zur Marionette. Eines Tages kam Frau Lorenz zu uns in die Klasse und meinte, dass wir jetzt anfangen würden eine Lektüre mit dem Titel "Biedermann und die Brandstifter" zu lesen. Niemand von uns hatte je davon gehört, noch sich ein Bild davon machen können, was dieses Buch wohl beinhalten könnte. Es stellte sich heraus, dass der Inhalt dieses blauen Buches wie ein Theaterstück geschrieben war. Es wurde mit verteilten Rollen gelesen. Als es ums Verteilen der Rollen ging, wurde meist ein Konkurrenzkampf daraus: Jeder wollte seine Lieblingsrolle. Natürlich wurden auch die nötigen schriftlichen Aufgaben aufgetragen, welche die Begeisterung nicht sehr antrieben, doch der Höhepunkt der gesamten Wochen waren die Unterrichtsstunden, in denen die Schüler Szenen aus dem Buch als kleine, aufgeteilte Theaterstücke aufführten. Jeder hatte seine Rolle über den Nachmittag zu Hause geübt und sich ein Kostüm zusammen gesucht, damit die kleinen Gruppenvorstellungen, jede für sich, zum Erfolg werden konnte. An dem Freitag, als die Szenen vorgespielt wurden, waren alle aufgeregt, gespannt auf die anderen Gruppen und erfreut über die gute Laune in der Klasse. Es hat sehr viel Spaß gemacht, denn jede Gruppe hat ihrer Szene eine persönliche Note verliehen, dies sorgte meist auch für Gelächter im Publikum. Dieser besagte Freitag war der Abschluss der Lektüre, was einerseits schade war, aber auch gut, denn man kann ein Buch nicht viel mehr bearbeiten, wenn es keine günstigen Aufgaben dafür mehr gibt. Ich finde, dass diese Lektüre angemessen ist und einen guten Lernstoff für Schulklassen bietet. Da dieses Buch aber einen sehr anspruchsvollen Inhalt hat, der etwas mit Listigkeit, logischem Denken und der Menschenkenntnis zu tun hat, finde ich, dass man dieses Buch erst ab der siebten oder achten Klasse lesen sollte. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Kleinen auch Angst vor einem plötzlich brennendem Haus bekommen könnten, wenn sie dieses Buch zu früh lesen würden. Als letzten Gedanken möchte ich zum Ausdruck bringen, dass es eine sehr gute Entscheidung ist, dieses wirklich gut geschriebene, gut umgesetzte Buch von Max Frisch im Schulunterricht als Lektüre zu behandeln. Rebecca Schaate, 10b InhaltsangabeIn dem Buch "Biedermann und die Brandstifter" geht es darum, dass gegen eine drohende Gefahr aus Bequemlichkeit und Angst nichts unternommen wird. Die Hauptfigur, Herr Biedermann, lebt mit seiner Frau zusammen. Der Haushalt wird von einem Dienstmädchen geführt. Herr Biedermann besitzt eine Firma, in der Haarwasser hergestellt wird. Der Mitentwickler des Haarwassers begeht Suizid, nachdem er von Herrn Biedermann entlassen und nicht am Gewinn beteiligt wird. In dem Ort, in dem Herr Biedermann lebt, passieren nacheinander Brandanschläge auf Privathäuser. Eines Tages klopft ein Landstreicher an die Haustür von Herrn Biedermann und bittet um ein Nachtlager. Entgegen allen Warnungen, Fremde (eventuelle Brandstifter) nicht in sein Haus zu lassen, darf der Landstreicher im Hause Biedermann übernachten. Dem ersten Fremden folgt ein zweiter und dem ein dritter, von dessen Anwesenheit Familie Biedermann gar nichts bemerkt. Die ersten beiden Landstreicher erwecken mit ihrer schweren Vergangenheit Mitgefühl bei Familie Biedermann und dürfen länger bleiben. Im Laufe der Zeit spricht Herr Biedermann den beiden Fremden immer mehr Rechte und Raum in seinem Haus zu. Die Fremden machen in Gesprächen und durch ihr Tun deutlich, dass sie Brandstifter sind. Herr Biedermann glaubt, dass die Fremden scherzen und erkennt die drohende Gefahr nicht. Am Ende steht sein Haus in Flammen. Das Buch "Biedermann und die Brandstifter" wurde von uns im Unterricht mit verteilten Rollen gelesen. Weiterhin wurden zum Buch verschiedene Arbeitsblätter bearbeitet. Einzelne Szenen des Buches wurden von verschiedenen Gruppen der Klasse in Verkleidung nachgespielt. Das Buch "Biedermann und die Brandstifter" ist aktuell, da es immer Menschen gibt, die vor drohenden Gefahren ihre Augen verschließen. Dabei kann es sich um Situationen in Gemeinschaften wie in Schulklassen (Mobbing, Missbrauch) oder aber um gesellschaftliche Zusammenhänge (Rechtsradikalismus) handeln. Die Geschichte und die Aussage des Buches finde ich gut. Die Schreibweise des Buches habe ich teilweise als langatmig empfunden, das hat mich gestört. Das Buch sollte in einer 10. Klasse gelesen werden, weil in dieser Altersstufe die Zusammenhänge und die Sprache verständlich sind. Annemarie Luther, 10b |
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Tagebuch |