BIZ-Besuch der 8. Klassen

Was ist denn ein Fachlagerist?

Und was machen Revolverdreher oder Fachinformatiker für Anwendungsprogrammierung?

Bei der Berufe-Lotterie, mit der den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen bei ihrem ersten Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit ihre späteren Berufe zugeteilt wurden, kam nicht immer der Wunsch-Beruf heraus. Manchmal war nicht einmal bekannt, dass es einen solchen Beruf überhaupt gibt.

Umso wichtiger ist es, sich schon frühzeitig mit den eigenen Interessen und Fähigkeiten zu beschäftigen und sich über passende Berufe zu informieren, machte Herr Lohse, der für uns zuständige Berufsberater deutlich. Dabei wird vielleicht noch nicht gleich zu Beginn der bis zur Rente passende Beruf herauskommen, aber wer auf diesem Weg weiter macht, muss später nicht in den Lostopf greifen, sondern hat die Wahl.

Nach diesem Einstieg in zwei interessante Stunden stellte Herr Lohse die Angebote auf den Internetseiten der Agentur für Arbeit vor und erklärte das Berufe-Universum, in dem die Schüler sich einschätzen und den vielleicht passenden Beruf finden können.

Anschließend begaben sich die Schüler an die Arbeitsplätze des BIZ und mussten dann entscheiden, ob sie gerne bauen, messen, zeichnen, tanzen, bedienen oder andere Tätigkeiten ausüben würden. Und ob sie über räumliches Denken verfügen, gut lesen können, handwerklich geschickt sind, Einfühlungsvermögen besitzen und welche weiteren Stärken sie besitzen.

Natürlich spielen auch Fragen nach dem Verhalten in bestimmten Situationen und nicht zuletzt die schulischen Leistungen eine Rolle.

Am Ziel der Reise durchs Berufe-Universum gab es dann die zu all den Antworten passenden Berufe, die dann natürlich näher angeschaut werden mussten.

Den Rest der Zeit recherchierten die Schüler dann im Berufenet oder in den Materialien des BIZ, wie man Erzieherin wird, welchen Weg man in den gehobenen Polizeivollzugsdienst gehen muss oder was ein IT-Systemelektroniker eigentlich so macht und was er dabei verdient.

Nach zwei gut genutzten Stunden machten sich die Schüler mit mancher neuen Information und vielleicht auch neuen Berufsidee auf den Heimweg.

Ach so: Ein Revolverdreher stellt an sogenannten Revolverdrehmaschinen, in die mehrere Drehwerkzeuge eingespannt werden können, Maschinenbauteile her. Fachlageristen arbeiten im Lager von Speditionsbetrieben, und der Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung programmiert Software nach den Wünschen seiner Kunden.

Arne Paulsen

Tagebuch