Das Frühstück ist die schönste aller Mahlzeiten

Der deutsche Schriftsteller Heinrich Spoerl (1887-1955) sagte einmal: "Das Frühstück ist die schönste aller Mahlzeiten. Man ist ausgeruht, hat sich noch nicht geärgert und ist voll neuer Hoffnungen und Pläne." In der Gervasius-Realschule sorgen 13 Mütter unserer Schülerinnen und Schüler dafür, dass die ganze Schule dieses zweimal in der Woche, nämlich dienstags und donnerstags, erlebt.

Sieben von ihnen stellen sich in ihrer "Werkstatt" zum Gruppenfoto. Aber viel interessanter ist es, ihnen bei der Arbeit zuzusehen und ihre Produkte zu bewundern. Und man wird merken, dass man sofort Appetit bekommt.

Das Frühstück, das die Mütter lange im Voraus planen, ist sehr lecker mit Gemüse und Salat garniert, und es ist ein besonderes Vergnügen, in die frischen knackigen Brötchen hineinzubeißen.

Wenige Minuten vor dem Ende der Zweiten Stunde fangen manche Klassen an, den Lehrer oder die Lehrerin zu drängeln:" Können wir nicht ein bisschen früher aufhören, damit wir beim Frühstück nicht so lange anstehen müssen?" Manchmal ist der Umsatz tatsächlich so hoch, dass schon in der Mitte der Pause der Frühstücksstand "Ausverkauft" melden muss. Und dass viel übrig bleibt, erleben die Frühstücksdamen gar nicht.

Das Kollegium und die Schulleitung der Gervasius-Realschule freuen sich sehr, dass seit vielen Jahren Mütter unserer Schülerinnen und Schüler sich in der Schule engagieren und ein gesundes Frühstück anbieten. Sie organisieren ihre Arbeit selbst und überraschen alle immer wieder mal mit neuen Kreationen. Und wenn ein Schuljahr zu Ende geht, haben sie es bisher stets geschafft, ausscheidende Mütter durch neue Mütter zu ersetzen. Gerade gegenwärtig haben wir eine besonders große Gruppe. Wir hoffen, dass diese Arbeit uns noch lange erhalten bleibt. Wir wissen auch, dass ein solches ehrenamtliches Engagement nicht selbstverständlich ist, und daher sprechen wir allen Müttern, auch denen, die in den vergangenen Jahren bei uns gearbeitet haben, ein ganz herzliches "Danke schön!" aus.

Jörg-Dietrich Kaufmann

Tagebuch