Um 07:30 Uhr war Treffen vor dem Haupteingang des Hundertwasser-Bahnhofs in Uelzen. Frau Purnhagen war schon ziemlich aufgeregt, da sie die Anwesenheit der Schüler feststellen und die Impfpässe und Krankenversicherungskarten einsammeln musste. Weil Frau Schröder erst in Bad Bevensen zustieg, musste Frau Purnhagen alles selber machen. Wir freuten uns alle sehr, als der Zug sich endlich in Bewegung setzte.
Nach Ankunft in Dagebüll gingen wir gleich auf die Fähre und suchten uns Plätze. Als wir in Wittdün auf Amrum ankamen, warteten schon die Zivis mit dem „Kofferbus“ auf uns, nahmen uns unsere Koffer ab und fuhren damit zum Schullandheim. Wir nahmen den ganz normalen Bus nach Norddorf und gingen den Rest zu Fuß.
Als wir ca. gegen 14:00 Uhr erschöpft von der Fahrt im Schullandheim Ban Horn ankamen, trafen wir uns zur Besprechung mit der Heimleitung am Grillplatz. Danach durften wir unsere Zimmer beziehen. Anschließend nahmen wir unser erstes Bad in den kühlenden Wellen der Nordsee.
Um 18:00 Uhr läutete es zum Abendbrot. Es gab Pizza und/oder Nudelauflauf. Zum Nachtisch gab es Griesbrei mit Zucker und Zimt.
Um 22:00 Uhr war Bettruhe, aber wir mussten erst um 23:00 Uhr in unseren eigenen Betten liegen.
07:00 Uhr – Frau Schröder kam in unsere Zimmer und weckte uns. Es gab ein sogenanntes „mobile Frühstück“ von 08:00 –10:00 Uhr, sodass man sich aussuchen konnte, wann man frühstücken wollte. Aber weil wir schon früh mit dem Fahrrad losfahren wollten, saßen alle um 08:00 Uhr am Frühstückstisch. Um 09:00 Uhr schnappten wir uns die Räder und fuhren los. Aber schon nach den ersten 100 Metern sprang bei Marc die Fahrradkette ab. Kurz danach passierte das gleiche bei Laura. Wir fuhren wieder zurück um die Räder auszutauschen. Danach starteten wir neu und hofften, dass wir unsere Tour ohne Komplikationen fortsetzen konnten. Wir besuchten in Nebel die Kirche und den Friedhof mit seinen 300 Jahre alten Grabsteinen sowie den Friedhof, wo die „heimatlosen“ Leichen, die die See angespült hat, begraben sind. Wir radelten bis zur Südspitze. Auf dem Rückweg mussten die Zivis kommen und erneut zwei Räder austauschen. Nach einer kurzen Pause am Kniepsand radelten wir zurück und stürzten uns an „unserem“ Strand in die Wellen.
Nach dem Abendessen machten wir noch einen ausgedehnten Spaziergang um die ganze Spitze der Insel, damit wir an diesem Abend nicht wieder so aufgedreht waren (hat auch funktioniert). Als wir zurück waren, saßen wir noch bis um 23:00 Uhr auf den Zimmern, spielten Karten oder redeten einfach miteinander.
Heute ging es um 09:00 Uhr mit dem Bus nach Wittdün, wo wir die Fähre nach Hallig Hooge nahmen. Dort angekommen sahen wir uns zunächst die berühmte Inselkirche an, die keinen Fußboden hat. Anschließend gingen wir ins Kino. Ein Film zeigte uns, wie es hier bei Sturmflut aussieht, wenn die Halligen „Land unter“ melden. Bevor wir noch den „Königspesel“ besichtigten, spielten wir auf dem Spielplatz, der im Film zu sehen gewesen war. Bei Flut hätte das Wasser noch etliche Zentimeter über unseren Köpfen gestanden.
Wieder zurück auf Amrum teilte sich die Gruppe. Die einen gingen mit Frau Schröder Minigolf spielen, die anderen fuhren mit Frau Purnhagen zurück zum Schullandheim und spielten am Strand Volleyball und Beachsoccer.
Nach dem Abendbrot hatten wir Tischdienst. Wir mussten alle Tische abräumen, abwischen und dann in der Küche beim Abtrocknen helfen.
An diesem Abend fand im Speisesaal eine „Disco“ statt. Es wurde getanzt und laut mitgesungen. Wir feierten bis um 22:00 Uhr und gingen dann auf die Zimmer. Der Abend lief ab wie die anderen zuvor auch.
Nach dem Frühstück führen wir mit dem Bus wieder nach Wittdün, wo wir die Fähre bestiegen um nach Föhr überzusetzen. Am Fähranleger wartete schon ein Inselführer mit seinem Bus auf uns. Er fuhr uns über die ganze Insel und erklärte uns sehr viel über Föhr. Die Fahrt war sehr interessant. Anschließend hatten wir Freizeit und bummelten durch Wyk.
Als wir uns alle wieder versammelt hatten, gingen wir noch ins Wellenbad. Das war allerdings nicht so toll. Wir durften nicht springen, nicht zu zweit rutschen, und die Wellen waren auch nicht das Wahre.
Wieder im Schullandheim angekommen, konnten wir gleich anfangen zu essen, denn die Zivis hatten für uns schon die Grillsachen herausgebracht und die Feuerstelle angezündet.
Nach dem Abendessen hatten wir Freizeit. Wir trafen uns auf den Zimmern, hörten Musik, redeten oder spielten Karten.
Um 11:00 Uhr holte uns eine junge Frau mit grünen Haaren zur Wattführung ab. Zwei Stunden lang liefen wir durchs Watt und lernten ziemlich wenig, weil wir das meiste schon wussten. Aber es war ganz lustig so durch den Schlamm zu laufen.
Um 15:00 Uhr gingen wir dann an den Strand, wo ein Wettbewerb im Sandskulpturenbauen stattfand. Die beste Skulptur gewann einen Preis. Diese Runde ging an eine Gruppe, die ein überdimensionales Eis gebaut hatte. Aber wir konnten noch aufholen, denn es gab noch eine Rallye, bei der wir ein Rätsel lösen und Sachen vom Strand aufsammeln mussten. Wir kamen uns vor wie kleine Kinder, aber es machte Spaß.
Abends machten wir dann noch ein Lagerfeuer mit Stockbrotessen. Leider war das aber nicht so gut, weil man uns zunächst vergessen hatte und der nachgelieferte Brotteig nicht für alle reichte. Als Entschädigung waren wir dann noch bis um 23:30 Uhr am Strand. Wir hatten uns Kerzen besorgt und Decken geholt und lagen da und lauschten den Wellen.
Um 06:30 Uhr wurden wir geweckt um unsere Koffer zu packen und die Zimmer auf Vordermann zu bringen. Um 08:00 Uhr gab es dann Frühstück, nachdem die Zivis die Zimmer kontrolliert hatten (mit Taschenlampen wurde unter die Betten geguckt). Anschließend ging es mit der Fähre nach Dagebüll. Hier begann dann das „Drama“. Der bereitstehende Zug, der uns nach Niebüll bringen sollte, war restlos überfüllt. Die halbe Klasse stand noch auf dem Bahnsteig, da fragte der Bahnbedienstete Frau Schröder, wie viele wir wären. Als er hörte, wir seien 28, schlug er vor, dass wir mit einem Bus, den er anfordern wollte, nach Niebüll zu fahren. Frau Schröder willigte ein, alle stiegen aus, der Zug fuhr ab – und wir warteten vergeblich auf den angekündigten Bus.
Erst eine Stunde später konnten wir weiterfahren. Unser IC war natürlich auch weg und so mussten wir einen völlig überfüllten anderen nehmen. Statt auf unseren reservierten Plätzen sitzen zu können, fanden etliche von uns nur noch auf den Gängen Platz. In Hamburg mussten wir dann den IC verlassen, weil er nicht in Richtung Hannover weiterfuhr. Glücklicherweise hatten wir Anschluss an einen Metronom, und so endete unsere Klassenfahrt in Uelzen mit zweistündiger Verspätung.
Jana Lammerich, 9a