Elektrotechnik begreiflich gemacht

Dass Physik auch richtig Spaß machen kann, bewies das Projekt "Elektrotechnik", das von Februar bis Mai an 13 Nachmittagen für alle Teilnehmer in der Ebstorfer Hauptschule stattfand. In Kooperation mit der Hauptschule und ihrem Fachbereichsleiter für Wirtschaft, Herrn Baden, starteten am 10. Februar dieses Jahres 25 Schülerinnen und Schüler, 10 aus der Hauptschule und 15 aus der Realschule, diesen Kurs, um ihr Wissen in der Elektrotechnik zu erweitern. Als Dozent wirkte Marcus Wendt, staatlich geprüfter Techniker bei der Firma Panasonic, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, interessierten jungen Leuten eine Entscheidungshilfe bei der Berufsfindung zu geben, indem er ihnen Bereiche der elektrotechnischen Berufe nahe bringt.

So lernten die Schülerinnen und Schüler etwas über Strom, Widerstand und das Ohmsche Gesetz, erfuhren etwas über Platinen, gemischte Schaltungen und nicht-elektronische Bauteile, aber auch über Halbleiter, Digital- und PC-Technik.

Den Abschluss bildeten vier Zeitstunden, in denen die Schülerinnen und Schüler praktisch arbeiten konnten. Zunächst wurden einige Lötübungen durchgeführt, die sie danach anwenden konnten bei der Erstellung einer elektronischen Alarmanlage.

Ein besonderes Highlight war auch der Besuch der Firma Panasonic in Lüneburg. Bei dieser Betriebserkundung erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck von Berufen, bei denen das Gelernte Voraussetzung ist. Das nicht bei allen diese Thematik auf dauerhaftes Interesse stieß, zeigte der "Schrumpfungsprozess", denn am Ende verblieben nur noch 14 Teilnehmer, drei Haupt- und elf Realschüler. Besonders erfreulich an dem Ergebnis war, dass aus beiden Schulformen je zwei Mädchen durchgehalten hatten.

Doch nicht alle erhielten das ersehnte Zertifikat, das bei einer Bewerbung sehr von Nutzen sein kann, da dieses Projekt auf große Zustimmung sowohl bei der "Agentur für Arbeit" als auch bei den Firmen stößt. Um dieses zu bekommen, musste ein Test erfolgreich bestanden werden, und das schafften leider nicht alle. Allerdings ist auch eine Teilnahmebescheinigung schon eine gute Empfehlung, zeigt es doch das Interesse des Jugendlichen, sich über das normale Maß hinaus weiterzubilden.

Angelika Schröder

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