Wasserschaden am 9. September

Das Kollegium der Gervasius-Realschule wurde völlig überrascht, als die meisten Lehrkräfte beim Frühstück die Durchsage im Radio vernahmen, die Schule fiele am 9.9. wegen Wasserschadens aus. Beim Konrektor klingelte dauernd das Telefon: viele Anrufer - Lehrer und Schüler - wollten wissen, ob die Radiomeldung ernst gemeint sei oder ob es sich um einen Scherz handele. Nein, nein, das sei wohl so, entgegnete der Konrektor, der seinerseits vom Hausmeister und vom Schulleiter der Hauptschule bereits informiert war. Was tun? Lehrkräfte haben bei einem solchen Ereignis kein schul- bzw. dienstfrei und müssen daher in die Schule kommen und sich für Hilfstätigkeiten anbieten, was die Lehrkräfte als selbstverständlich ansahen; aber beim Anblick des Schadens waren sie dann entsetzt.

Es war wichtig, um die Folgen des Wasserschadens zu begrenzen, möglichst viele Gegenstände, Kisten, Bücher, Computer, Gestühl, Garderoben, Musikinstrumente zu bergen und in der Sonne, die an diesem Tag schien, zu trocknen.

Auch die Aula mit Bühnenlagerraum war überschwemmt. Viele tausend Liter Wasser wurden von der Ebstorfer Feuerwehr abgepumpt.

Der Computerraum unserer Schule ist knapp an einem Schaden vorbeigekommen: Das Wasser stand dort nur 3 bis 4 cm hoch, weil zum einen die Tür gut schließt, zum anderen eine wenige Meter entfernte Kellertreppe den Wassermassen einen besseren Ausweg bot.

Nachdem die gröbsten Arbeiten erledigt waren, begrüßten wir die herbeigeeilten Vertreter der Landesschulbehörde und berichteten über Schäden und besprachen die Frage, wann der Unterricht wieder aufgenommen werden könnte. Da wir genügend Lagerräume haben und nur zwei Unterrichtsräume bis Ende Oktober zu renovieren sind, stand einem Wiederbeginn des Unterrichts am Folgetag nichts entgegen. Die benachbarte Hauptschule hatte und hat unter dem Wasserschaden erheblich stärker zu leiden: Seit dem Schaden blasen zahlreiche Ventilatoren und Trockner rund um die Uhr lärmend die feuchte Luft des aus dem Estrich verdunstenden Wassers nach draußen.

Den Bericht der Allgemeinen Zeitung Uelzen finden Sie hier.

Jörg-Dietrich Kaufmann (Fotos: Heidemarie Bannöhr)

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